Die FAQ-Seite

Fragen, die uns häufig gestellt werden und unsere Anworten

Durch eine Allgemein-Narkose werden neben dem Bewusstsein und Schmerzempfinden auch die Schutzreflexe (z. B. Schluck- und Hustenreflex) ausgeschaltet.

 Es besteht die Gefahr, dass Mageninhalt in den Rachen gelangt, eingeatmet wird und eine schwere Lungenentzündung hervorruft.

 Diese Gefahr ist um so größer, je größer der Mageninhalt ist, d. h. je kürzer die letzte Mahlzeit zurückliegt.

 Vor jeder Narkose sollten Sie daher im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit unsere Hinweise zur Nüchternheit beachten.

Grundsätzlich muss man unterscheiden, ob ein Erwachsener oder ein Kind operiert wird.

 Als Erwachsener dürfte es nicht allzu schwer sein, am OP-Tag keine feste Nahrung zu sich zunehmen. Verzichten Sie also auf das gewohnte Frühstück, es sei denn, dass der OP-Termin so weit in den Mittag/Nachmittag gelegt ist, dass auch nach einem Frühstück noch mindestens 6 Stunden ohne Nahrungsaufnahme bleiben. Trinken können Sie gerne noch bis 2 Stunden vor dem OP-Termin, solange es sich um klare Flüssigkeiten wie Wasser oder Tee (kein Alkohol) handelt. Milch oder Milchprodukte sollten mindestens 6 Stunden vorher weggelassen werden.

Sollten Sie an der Zuckerkrankheit/Diabetes leiden und eine besondere, geregelte Nahrungsaufnahme in Zusammenhang mit Tabletten oder Insulingaben benötigen, so setzen Sie sich mit Ihrem Anästhesisten in Verbindung, damit darüber eine genaue Absprache erfolgen kann.

Für ein Kind gelten natürlich ähnliche Nüchternheitsgebote, nur ist die Aufnahme von fester Nahrung auf mindestens 6 Stunden vor dem Eingriff begrenzt. Dazu zählen vor allem auch Milch- und Milchprodukte, da diese eine recht lange Magenverweilzeit haben. Klare Flüssigkeiten wie Wasser oder ungesüßter Tee können bis 2 Stunden vor dem geplanten Eingriff in kleinen Mengen getrunken werden.

Die modernen Medikamente ermöglichen ein rasches und sanftes Hinübergleiten in den schlafähnlichen Zustand der Allgemeinanästhesie.

 Sowohl beim Einspritzen der Medikamente in die Venenkanüle als auch bei der Verabreichung mit der Atemluft schlafen Sie nach etwa einer halben bis einer Minute ein.

Nachdem Sie eingeschlafen sind überprüft Ihr Anästhesist ständig, neben den lebenswichtigen Organfunktionen, auch die Narkosetiefe.

 Mit Hilfe der heute verfügbaren Medikamente kann er sehr genau und rasch regulieren. Sie brauchen sich also keine Sorgen zu machen, dass Sie während der Operation wach werden.

Die Narkose ist heute so sicher wie nie zuvor. Diese erfreuliche Tatsache ist vor allem der Entwicklung neuer Medikamente und besserer Überwachungmöglichkeiten für die Funktion der lebenswichtigen Organe zu verdanken.

Dennoch können auch heute in seltenen Fällen lebensbedrohliche Komplikationen auftreten. Das Risiko hierfür wird vor allem von den Begleiterkrankungen des Patienten und von der durchgeführten Operation bestimmt, weniger von der Narkose selbst.

 Für körperlich belastbare Patienten, die sich einem begrenzten Eingriff unterziehen müssen, ist es äußerst gering.

Schmerzen nach einer Operation sind nicht vollständig zu vermeiden, sie können aber heute auf ein erträgliches Maß begrenzt werden.

Der Bedarf an Schmerzmitteln hängt vor allem von der durchgeführten Operation ab. Um Ihnen die Zeit nach der Operation so schmerzfrei wie möglich zu machen, werden bereits während und direkt nach dem Eingriff schmerzstillende Maßnahmen ergriffen.

 Sollten diese nicht ausreichen, so werden wir im Aufwachraum individuell weitere Schmerzmittelgaben anordnen.

Übelkeit und Erbrechen waren früher nahezu unvermeidliche Folgen jeder Narkose.

Die modernen Medikamente lösen die unangenehmen Nebenwirkungen wesentlich seltener aus, einige sind sogar zu ihrer Behandlung geeignet.

 Dennoch können wir leider auch heute noch keine Gewähr für eine Aufwachphase ohne Übelkeit geben. Häufigkeit und Ausprägung hängen von der persönlichen Veranlagung und der durchgeführten Operation ab.

Bei bekannter Veranlagung können wir jedoch besondere vorbeugende Maßnahmen anwenden.

Wir empfehlen, mit Essen und Trinken erst zu Hause zu beginnen.

Beginnen Sie mit etwas Waser oder Tee. Wird das gut vertragen, so kann etwa eine halbe Stunde später leichte, feste Nahrung (Knäckebrot, Zwieback, Brötchen) versucht werden.

Wird auch das gut vertragen, so kann die weitere Nahrungsaufnahme wie gewohnt erfolgen.

Sollte etwas nicht vertragen werden, empfiehlt es sich wieder mit Tee und Zwieback anzufangen.

Am OP-Tag ist die Aufnahme von Alkohol nicht erlaubt, da es zu Wechselwirkungen mit den Narkosemitteln kommen kann. Es wäre auch wünschenswert, den Zigarettenkonsum stark einzuschränken.

Einen Überblick über ambulant durchführbare Operationen erhalten Sie unter dem Menüpunkt „Leistungsspektrum“ auf der Übersichtseite oder klicken Sie hier.

Sollten Sie diesbezüglich noch weitere Fragen haben, so setzen Sie sich mit uns in Verbindung.

Eine Liste der Ärzte, die im AOZ-Soest operieren, finden Sie auf der Übersichtsseite unter „Fachärzte“.

Liebe Eltern,

sicherlich machen Sie sich Gedanken, weil Ihr Kind in naher Zukunft in Allgemeinnarkose operiert werden soll. Die folgenden Informationen sollen Ihnen helfen, nachzuvollziehen, wie der Ablauf sein wird. Darüber hinaus sind wir jederzeit bereit, auftretende Fragen persönlich mit Ihnen zu klären.

Hilfreich für alle Beteiligten ist es, wenn Sie mit Ihrem Kind ausführlich über den Eingriff sprechen und erklären, was auf es zukommen wird. Nichts zu sagen und das Kind vor vollendete Tatsachen zu stellen, ist kein guter Plan.

Dass Ihr Kind operiert werden soll, haben Sie vom behandelnden Arzt erfahren. Er wird Ihnen sicherlich auch schon etwas über den Ablauf erzählt haben und er wird einige Voruntersuchungen veranlassen, falls diese überhaupt notwendig erscheinen.

Für uns gilt: bei ansonsten unauffälligen Kindern verzichten wir auf Laboruntersuchungen, ebenso auf ein EKG und Röntgenbild der Lunge. Gibt es aus der Familiengeschichte oder von Ihrem Kind selbst her eine Besonderheit (Erbkrankheit, angeborene Krankheit, akute Erkrankungen etc.), so wissen Sie dies als Eltern selbst am besten und sollten uns darauf aufmerksam machen.

Wurde Ihr Kind ca. 2 Wochen vor dem OP-Termin geimpft, so sollte man eine Verlegung des OP-Termins erwägen, da durch eine Impfung mit „Lebend-Impfstoffen“ die Abwehrkräfte des Kindes vorübergehend beeinträchtigt sein können.

Sollte sich bei Ihrem Kind wenige Tage vor dem Eingriff oder am Morgen des Operationstages ein Infekt mit Fieber und allgemeinem Krankheitsgefühl, Appetitlosigkeit, Schlappheit etc. ankündigen, so sollte der geplante Eingriff verschoben werden. Informieren Sie dann bitte umgehend den operierenden Kollegen. Dies ist aus organisatorischen Gründen für uns sehr wichtig.

Am Operationstag selbst sollte Ihr Kind nüchtern bleiben. Nüchtern heißt, dass es mindestens 6 Stunden vor dem geplanten Eingriff keine feste Nahrung oder Milchprodukte zu sich genommen hat. Klare Flüssigkeiten ohne Kohlensäure wie Wasser oder ungesüßter Tee können bis 2 Stunden vor dem Eingriff in kleinen Mengen getrunken werden. Es ist ganz entscheidend für das Wohlergehen Ihres Kindes, dass Sie sich an diese Vorgabe halten.

Zu Beginn der Operation werden Sie (maximal 2 begleitende Personen) mit ihrem Kind in den Einleitungsraum gerufen. Dort erwartet Sie der Narkosearzt und mindestens eine Helferin oder ein Helfer. Der Narkosearzt wird noch ausstehende Fragen gerne beantworten und das Kind mit dem Narkosegerät vertraut machen. Die Narkoseeinleitung erfolgt bei kleineren Kindern durch Einatmen („Inhalieren“) von Narkosegasen, die über eine Maske, die dem Kind locker vor Mund und Nase gehalten wird, verabreicht werden. Die modernen Narkosegase wirken sehr rasch. Zwar kann der leichte Geruch vom Kind als störend empfunden werden, wird aber in der Regel recht gut toleriert. Meist reichen 4–5 tiefe Atemzüge und das Kind schläft soweit ein, dass alle weiteren Handlungen nicht mehr bewusst wahrgenommen werden.

Zu diesem Zeitpunkt werden Sie dann auch aufgefordert, den Einleitungsraum zu verlassen. Sie selbst werden wieder im Aufwachraum bei Ihrem Kind sein, sobald die Operation vorüber ist und Ihr Kind beginnt aufzuwachen. Ihr Kind wird dann noch eine Venenverweilkanüle im Arm haben, die wir zur Sicherheit bei jeder Narkose anlegen. Bei größeren Kindern leiten wir die Narkose über diese Venenverweilkanüle direkt ein, die zumeist auf dem Handrücken oder in einer Ellenbeuge angelegt wird. Das Narkosemittel zur Narkoseeinleitung wirkt sehr rasch, so dass Ihr Kind in sekundenschnelle einschläft.

Das operierte Kind bleibt solange mit Ihnen im Aufwachraum, bis es wach genug ist und uns soweit schmerzfrei und kreislaufstabil erscheint, dass wir Sie nach einer Abschlussuntersuchung und einem Gespräch durch den Operateur nach Hause entlassen können. Während der Zeit im Aufwachraum sollten Sie Ihrem Kind keine Nahrung oder Flüssigkeiten anbieten. Medikamente gegen Schmerzen wird es von uns bekommen, dies sollte zu ausreichendem Wohlbefinden führen.

Nach Absprache mit dem operierenden Kollegen werden Sie sich dann am gleichen Nachmittag mit ihm telefonisch über das Wohlergehen Ihres Kindes austauschen oder aber der Kollege wird persönlich bei Ihnen zu Hause vorbeikommen. Auf jeden Fall ist er für Sie telefonisch erreichbar, wenn es um Fragen oder Probleme geht, die mit dem Eingriff zusammenhängen. Bei Fragen zur Narkose oder Narkoseproblemen wenden Sie sich bitte direkt an uns.